Ren Fah – 10 000 CHICKEN

by renfah on 01/05/2007, no comments

10000chicken

10000 chicken – You wanna Joy ?

“chicken mc splatter ihr wixxer – abrakadaver” war die formel mit welcher der “künstler” in seinem kükenkostüm vom sprungbrett himmelwärts abhob.
das leben ist grausam und scheisse – entdecke das hühnchen in dir –
sprachs der medienkünstler wie von sinnen, als er aus dem becken stieg.
“eure stinkenden, dampfend eklen innereien ihr mediengeiles schlachtvieh – klebt an mir ! “, und übergab sich. erneut kotzte er ins publikum, reckend voll abscheu reiherte er den frust einer generation entäuschter, wertloser ideologie von sich.

ein reinigungsprozess  – rotzte das publikum in agonie, ob des horrenden bildes innerhalb des bizarren szenarios. endzeitstimmung einer kultur, die es so nie gegeben hat. “fresst das!” ihr bigotten, perversen, schafsbürger und hirtentreiber.
krude gespräche, betroffenheit und ein schlechtes gewissen – dabei gewesen zu sein machte sich im publikum breit, als der künstler den piepsenden kreaturen den rest gab, voller abscheu und wut stammelte er dabei, es tut mir mehr weh als euch, aber wir verdienen es. gemeinsam, ich bn eure nächste kreatur, besser als in der maschine zu landen, im apparat, und an eure mütter verfüttert. kannibalischer inzest für diese teller, gabeln, messser scheren und ab ins licht ihr xichter.

anmutig entstieg er dem brei aus zermahlenen körpern einst kuscheliger, hoffnungsvoller geburten, junger unschuldigen seelenvoller geschöpfe, auf dem altar der kunst geopfert, für das spektakel. pathetische scheisse halt, wie aus dem bilderbuch eines alptraums. ein aufgegeilter sturm der entrüstung wehte durch das vom massaker faszinierte herdenvieh, als sich die ersten ein herz nahmen und begannen auf den dürren veganer einzuprügeln. kreischende schreie wurden laut, warme blutige fetzen flogen aus dem haufen der sich mittlerweile gebildet hatte. menschen stoben in alle richtungen um sich nicht mit den leichenteilen zu beschmutzen während sich manch einer in den künstler verbiss. der is owa zach sagte der eine aasfresser, sschmeckt wie hähnchen sagte der andere. was kückstn in die krone du ei, was kücksn? – brabbelte er das letzte wort dass man vernehmen konnte, bevor es zur eierspeis kam.

“ich hab immer noch hunger – gibz wein – oder is das gar keine vernissage? – ne isn fake!”

fake is the new real – abstract actionism – media art 2010 http://renfah.net