FINE – 2012

by renfah on 07/01/2013, no comments

 

FINE  – Der Plan, das von aller Welt beschworene Ende der Welt herbeizuführen
und dazu alle herzlich einzuladen…

Die fluide Weltgesellschaftsmenschenmenge (= das Soziosom) soll eine
temporäre Strahlenkanone aus handelsüblichen Laserpointern bauen,
hierbei braucht es ca. 2 Mio. Stück.

Da keiner die dazu erforderliche Geldsumme hat, setzten wir auf
die Masse Mensch, zu ihren daheim rumliegenden, oft ungenutzten
Laserpointern zu greifen, um am Stichtag dem 21.12.2012 ab 21 h (MEZ)
den Strahl dieser, in Richtung den Mond zu richten.

Wobei gesagt werden muss, dass der Leitsatz gilt, wonach “die Sache
mit der Strahldivergenz eines Laserstrahls ist nach den Gesetzen der
Optik mit
dem Beugungsverhalten von Licht an einer endlichen Apertur verknüpft” ist.

Denn: “ebenso wie die Winkelauflösung eines Teleskops von der Apertur der
Optik und von der Wellenlänge des Lichts
abhängt, so besteht ein entsprechender wellenlängenabhängiger
Zusammenhang zwischen der Divergenz und dem Durchmesser eines
Laserstrahls.

Dazu benutzt man zur Charakterisierung der Strahleigenschaft des
Lasers den Begriff der “Emittanz”. Das ist das Produkt von
Strahlradius (sigma_r) und Winkelradius (theta_r im Bogenmaß rad):

E = sigma_r * theta_r

wobei sigma_r und theta_r den Standardwerten einer Gaussverteilung entsprechen.

Die solchermaßen definierte Emittanz hat aufgrund der Wellennatur von
Licht einen theoretischen Minimalwert von

E_min = lambda/(2pi) = 0,159 lambda

wobei lambda die Wellenlänge des Lasers ist.

Für einen roten Laser mit lambda = 670 nm hat man dann E_min = 1,07 *
10^-7 m * rad, und für einen grünen Laser mit lambda = 565 nm ist dann
E_min = 0,90 * 10^-7 m * rad.

Dabei muss aber bedacht werden, dass real existierende Laser und
insbesondere billige Laserpointer in der Regel eine erheblich größere
Emittanz haben als diese theoretischen Bestwerte.

Trotzdem ist es, unter Annahme dieser optimalen Werte mal
abzuschätzen, wie stark der Laserstrahl in der Entfernung des Mondes
sich aufgeweitet hat. Dazu nehmen wir mal sigma_r = 0,5 mm für den
effektiven Radius des Laserstrahls an.

Damit ergibt sich dann für die Strahldivergenz

(theta_r)_min = E_min / sigma_r

und zahlenmäßig bekommen wir

(theta_r)_min = (1,07 * 10^-7 m * rad) / 0,0005 m = 2,14 * 10^-4 rad
(für den roten Laser)

(theta_r)_min = (0,90 * 10^-7 m * rad) / 0,0005 m = 1,80 * 10^-4 rad
(für den grünen Laser)

In der Entfernung des Mondes (384 000 km) haben wir dann einen
minimalen Spotradius von

R_spot = 384 000 km * 2,14 * 10^-4 = 82 km (roter Laser)

R_spot = 384 000 km * 1,80 * 10^-4 = 69 km (grüner Laser)

Wohlgemerkt, das sind die theoretisch minimalen Werte. Für
realistische Laser und insbesondere billige Laserpointer muss man mit
erheblich größeren Spots rechnen.

Um den Strahl wesentlich besser bündeln zu können, muss man den
Strahldurchmesser mit einem sog. Beam Expander (oder besser noch mit
einer professionellen Teleskopoptik) zunächst mal am Ausgangspunkt
wesentlich aufweiten. Mit einer Optik in der Meterklasse kommt man
dann auf eine Spotgröße unterhalb von 100 Metern auf dem Mond.

Sowas wird bei dem schon erwähnten Lunar Laser Ranging mit Hilfe der
der von den Apollo Mannschaften dort zurückgelassenen Retroreflektoren
gemacht. Kostet aber erheblichen Aufwand und erfordert wesentlich mehr
als einen simplen Laserpointer.

d.h. bei einer ungefähren Fläche des sichtbaren Mondes – von ca 19 mio km2

(Die Oberfläche des Mondes ist mit 38 Mio. km2 etwa 15 % größer als
die Fläche von Afrika mit der arabischen Halbinsel. Zitat:
de.wikipedia.org/wiki/Mond )

und einer Streuung von einem Laserpointer auf 82 meter

(19000000:82=231707,317)

erhalten wir mindestens 231707 leute die dazu einen laserpointer auf
den mond richten müssten – zeitgleich mittels des countdowns….

und dann ist fraglich ob man überhaupt was davon erkennen kann…

(also den blutroten mond der apocalypse am 21.12.2012) weshalb wir – um sicherzugehen – mindestens 2 mio leute brauchen, die
dabei mitmachen…!

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