Ada – Night Show

by renfah on 14/01/2017, no comments

The Institution of the Late Night Show comes from the America of the 50´s. Curiosities and stars are presented to the audience while the lifeband gently weeps and the gladiators of our times flex their muscles… meanwhile this culture spread all over the planet but also lead to the point where even the host is questioning his business – in a lynchean style.

Die Institution der Late Night Show stammt aus den Hochzeiten des Konsum-gläubigen Amerika der 50er Jahre. Sideshow ähnlich werden Kuriositäten und Stars dem Publikum präsentiert, während eine Lifeband für den passenden Rahmen des Moderators sorgt, um das gleichzeitig anwesende Publikum – bestehend aus Claqueuren, welchen von den Aufnahmeleitern mit Schildern signalisiert wird, zu informieren, wann sie welche Aktion vollführen müssen.

Das potemkinsche Dorf des potemkinschen Dorfes – die Show – möchte nun den /die werte/n Zusehenden verlocken dranzubleiben – um noch einen Block Werbung und noch eine bezahlte Annonce der Hollywood Agenden über sich ergiessen zu lassen… der Passivität der Couchpotatoes entsprechend bietet sich hier ein ideales Feld bzw. der Humus – auf dem TV-Dinner und TV-Insomnia sowie Serienjunkie-sammelt-wertlose-Info-um-danach-im-Internet-ALLE-mit-seiner-Kritik-zu-spoilen – prächtig gedeihen.

Die daraus resultierende Tradition der Handlungen bzw. Routinen, die sich durch die Jahrzehnte herausbildet haben, ist hierbei Ausgangs- und Kristallisationspunkt der künstlerischen Position – vertreten durch den Showhost – welcher jedoch ebenfalls nur eine Marionette an den Fäden des Kapitalismus darstellt, als legitimer Erbe der Zirkusdirektoren und Sideshow-Präsentatoren, die durch die Anfänge der Entstehung der USA, hinweg das Schaustellen und akklamieren bis hin zur Kurpfuscherei eines Tingeltangeldoktors, der mit fragwürdigen Elixieren hantierend durch die Prärie fahrend, zur Kunstform erhoben.

Diese Versatzstücke und Traditionen bilden nun – die nach Jahrzehnten der industriellen medialen Grammatik der Quote und der daraus resultierenden finanziellen /kreativen Schnittmenge – Muster, nach denen neue Formate und Repräsentationsformen bewertet werden. Weiters sind die Zuseher, durch die daraus entstandene Grammatik, ebenjene Muster – gewohnt und nehmen sie als gegeben wahr, was wiederrum den Ansatz der künstlerischen Appropriation zwischen Marcuse Hafner (Regie), Sebastian Koch (Akteur) und Christian Rosa Schwarz (Kamera) darstellt.

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